Rezension: James Rollins – Mission Arktis

Wiedermal eine äußerst professionelle, dieses mal wirklich knallharte Rezension des zuletzt gelesenen Meisterwerks holzfasriger Natur meinerseits.
Wie der Titel dieses Buchs schon vermuten lässt, handelt es sich nicht um einen schnöden Liebesroman oder sowas (Einmal davon abgesehen, dass ich so etwas natürlich nicht lesen würde. Oder es zumindest nicht in aller Öffentlichkeit zugeben.) es handelt sich um einen knallharten, 80er-Jähre Gedächtnis Thriller.
Matt ist Wildhüter oben im fernen Norden Kanadas und gerade unterwegs, seine Bären zu zählen, als ein Flugzeug abstürzt. Es überlebt ein Reporter Craig, der aber so dann von Super-Special-Absolut-Secret-Forces gejagt wird. Matt hilft ihm und schafft es schließlich mit Hilfe seiner Ex-Frau (Ha? Wer ahnts?) zu dem Ziel zu flüchten, was Craig ursprünglich schon ansteuerte: Eine russische Eisstation die in einen verkehrtherummen Eisberg gebaut, in den 60ern vergessen, und jetzt von ein paar amerikanischen Polarforschern gefunden wurde. Die Station trägt den super-mysteriösen Titel Eisstation Grendel. Natürlich kriegen die Russen den Fund mit, wir dann langsam, dass auf der Station etwas total Schreckliches gelagert ist. Die Amerikaner kriegen mit, dass die Russen es mitgekriegt haben. Die Russen schicken U-Boot-Spezialeinheiten, die USA Black-Ops-Delta-Force-Hastenichtgesehn. Und, Zack, mir nichts, dir nichts, ist überall Alarmstufe Rot, und, man glaubt es kaum, die Hälfte des Buches kämpfen und jagen diese beiden Gegenparteien einander, jagen Zivilisten und sonstige Menschen. Und nicht nur Menschen, denn, ganz im Stile des Buches ausgedrückt, wartet im Eis, bis dato eingefroren, etwas viel schlimmeres auf sie.
Das Buch ist gute Popkornliteratur (Gibts das schon? Ich erkläre hiermit Anspruch!). Geht leicht durch die Augen und in den Kopf. Am Anfang relativ platt fließen dann die 650 Seiten aber recht zügig über den Leserjordan. Und man glaubt es kaum, aber man kann durchaus Gefallen finden, an diesen an Grandmaster-of-Action-Steven-Segal-Filmen erinnernden Handlungen. Die letzten 400 Seiten habe ich ziemlich verschlungen. Und das lag größtenteils an dieser Untiefgründigkeit, an dieser Leichtigkeit mit der sich die Handlung über das Eis bewegt. Zwar wird auch hier und da mal auf Geschichte, auf politische Vermurksungen zwischen den Altweltmachten, ja, sogar auf ethische Moralfragen hingewiesen. Aber letztendlich bilden sie nur Randerscheinungen für eine unterhaltsame Multijagdstory.
Die Quotenliebesgeschichte gibt es natürlich auch bei diesem Buch, die, auch sehr typisch wie ich finde, immer mit Ansatzreviews auf ihre verzwickte Vergangenheit hinweist.
Auch wenn dem Buch der Anspruch fehlt: Ich würde es trotzdem Empfehlen. Als gute Lektüre für um zwischendurch zu lesen.
Nichts großes, aber unterhaltsam.
Sehr zu empfehlen, wenn auch mit einem kleinen Augenzwinkern, ist diese Rezension bei Amazon.