Wenn man von wie man selbst gleich grün angezogenen Menschen mit „Kollege“ angesprochen, im Anschluss daran nach Getränken gefragt wird, das Ganze lächelnd aufgrund der gerade anhand seiner glänzenden Zahnspange als minderjährig identifizierten Person verneint, wenn die Scherbenbedeckung des Boden exponentialfunktiongleich über die Zeit steigt, wenn man beim beobachten des zweiten Mannes, der sich gerade mitten auf dem Feierplatz die Hosen herunter lässt und anfängt im hohen Bogen zu pinkeln, sich wundert, dass man im-Stehen-spontan-kotzen schon fast als normal bezeichnen könnte, wenn vollgepinkelte und an den Händen blutende, in einem Hauseingang liegende Karnevalisten die Hilfe der soeben herangeholten Polizisten mit diversen Schimpfworten ablehnen, wenn der Dönermann seine Preise auf überklebenden Pappschildern (Art „karnevalsbunt“) um 1/3 erhöht hat und wenn man selbst in der Pizzabude mit unerträglichem Karnevalsliedkram unerträglich laut unerträglich zugedröhnt wird, dann, ja dann ist Karneval.
Toll.
Archive for Februar, 2006
Sehr geeherter Herr Andi,
Herzlichen Glückwunsch! Sie haben gewonnen!
Wir hoffen, Sie haben den letzten Abend gut überstanden, denn Ihr Auto hat es nicht!
Unter vielen Möglichkeiten haben wir Ihr Auto ausgewählt, und damit freuen wir uns, Sie herzlich in der Auto-aufgebrochen-und-Autoradio-und-anderer-Kram-gestohlen-Riege begrüßen zu dürfen!
Sie mögen jetzt vielleicht denken, was bringt uns Autoknacker an den Randbezirk einer typisch deutschen Kleinstadt, in die Straßen eines eher einkommensstarken Bezirks. Doch damit haben Sie die Frage bereits beantwortet.
Wir versprechen Ihnen hiermit, dass wir mit Ihren Sachen gut umgehen werden und den höchstmöglichen Preis für Ihr Autoradio herausschlagen werden. Sie können ja demnächst selber einmal bei eBay unter der Kategorie “Autoradios mit CD & MP3 > Alpine” vorbeischauen und die Auktion verfolgen.
Erlauben Sie uns noch vier, fünf kurze Fragen am Ende: Warum ist ihr iPod so verkratzt und besitzt diese seltsame Gravur auf der Rückseite (Was bedeutet eigentlich ‘All your Base are belong to Us!’)? Wie sollen wir den denn loswerden? Und was hören Sie überhaupt für eigenartige Musik? Aber viel schlimmer: Wie gedenken Sie, können wir Ihre Oakley-Sonnenbrille mit Kratzer an den Mann bringen?
Trotzdem möchten wir uns herzlich bedanken,
Ihre Autoknacker
Und an diesen Tagen frage ich mich, ob das auch passiert wäre, hätte ich mich gestern morgen nicht rasiert.
Bis ich eine Woche später auf das passende Konzert in der Live Music Hall in Köln gehen kann, gibt es am 2.3. erstmal ein Radiokonzert von Tomte auf Einslive.
Da kann man sich dann schonmal, wie man dieser Tage sagt, einschunkeln.
“HAL, hast du das gehört?” “Was meinst du?” “Sie wollen intelligente Aufnahmesoftware verbieten!” “Oh. Das ist schade. Was passiert denn dann mit mir?” “Entweder wir machen dich dumm, oder ich muss dir leider deine Lautsprecher und Mikrophone wegnehmen?!”
Coming up next:
- Hören bestimmter Musik nur an dafür ausgezeichneten Orten. Jack Johnson nur auf Hawaii und in Vorstadtbezirken, z.B.
- Musikführerschein: Schließlich soll nicht jeder Vollidiot 50cent hören.
- Freiwillige Selbstverpflichtung der Radiosender zum wetterangepassten Musikspielen – in Kooperation der werbetreibenden Industrie.
- Pay-Per-Listen: iPod und andere verbreitete Mp3-Player erhalten Lesegerät für EC- und Kreditkarte. Abrechnung im Sekundentakt.
- “Du bist Raubkopierer”-Werbekampange. (Falls nicht gut ankommt, vorsehen der “Du bist Raubkopierer, nicht”-Werbekampange.)
- Wort
zenneudefinition: Gebrauch des Wortes “Musik”, einzeln oder als Wortbestandteil, nur unter vorheriger Genehmigung der *****industrie. Wegen traditioneller Belastung komplettes Verbot von “Mp3″. “Mp4″, “MPEG” und “MPG” auch, wegen Erbschulden.
[via Supernova]
In der History feststellen, dass die zum Herausfinden der eigenen Postleitzahl regelmäßig ergoogelte Webseite mittlerweile zu den häufigsten aufgerufenen gehört.
Schneegucken, das: Dem Regen solange zugucken, bis er sich in Schnee verwandelt hat.
Auch: “Extrem Schneegucken” (umgspr.: “extrem Schneegucking”): Dem Regen solange zugucken, bis er sich in Schnee verwandelt hat, dabei seinen Blick nie abwenden.
Achtung: Besonders letztere Abwandlung im Sommer gefährlich!
Sehen sie, welch schmutziges Geschäft Olympia ist.
Wie kulturelle Unterschiede zu (strafrechtlichen) Missverständnissen führen.
Wie Biathleten von Ermittlern aus dem Dorf getrieben werden.
Weil soviel los war.
Und was man alles so mit gebrauchten Spritzen gemacht haben kann.
Sehen Sie
“Turin”
- ein Steven Seagal Film
(Was mich wieder daran erinnert, dass ich doch immer mal einen Seagal-Vogelgrippen-Witz machen wollte. Naja. Zu spät)
Ein kleiner Rückblick auf mein erstes Semester des Physikstudiums an der RWTH – und auf ein bisher knappe drei Monate alleinewohnen. Durchgestrichen bedeutet ‘geschafft’.
Physik 1 bestehen.
Lineare Algebra 1 bestehen.
Rest auch. (fast)
Evaluationsbögen nicht-maschinenlesbar ausfüllen und mit ggf. lustigen Kommentaren versehen. Durchaus auch Herzchen möglich.
Möglichst effektive und dabei zugleich hübsch wirkende Spülberge, sowohl mit trockenem, alsauch mit schon nassem Geschirr, inklusive feiner statischer Unterschiede aufgrund der Feuchtigkeitsvariationen, ausprobieren und den besten Arrangements Namen geben. (Guter Kandidat – Name: Eiffel)
Unter Gesichtspunkten der Spülwasserlanglebigkeit testen, bei welchem Essen die Verschmutzungsstoffe-Spülwasser-Relation am kleinsten ist.
Mehr davon essen.
Spaghetti zählen. Pro-Woche-Verbrauch als Graph aufstellen.
Bewegungswege zwischen Stehlampe, Nachttischlampe und Hauptlichtschalter optimieren. Besonders nachts.
Backofen anschließen.
Die am meisten das Gewissen schonende Lernabhaltungsmöglichkeit herausfinden.
Senseo Pads bereits direkt nach dem Kaffeemachen aus der Maschine nehmen.
Nicht erst beim nächsten Mal.
Die Welt verstehen.

