Unianfangsgedanken

Erkenntnisse der ersten Tage Uni:

  • Die Soßenpolitik der Mensa ist eigenartig. Irgendwie sehen sie immer gleich aus, dann aber doch anders. Irgendwie schmecken sie immer gleich. Manchmal aber auch anders. Meisten allerdings nur Scheiße.
  • Überhaupt. Mensa. Gibt es da draußen irgendwo ein Synonymlexikon für kreativ-wannabe Küchenchefs? Es gibt irgendwie immer PressFormgeflügelkram (Fleisch muss man das nicht unbedingt nennen). Diverse nuancenhaftunterschiedene Variationen. Die Namen scheinen aber ein Spektrum zu umfassen, bei dem selbst das Licht blass wird (Ein ganz großer Vergleich…).
  • Studium ist eine Kopfsache. Also nicht das Lernen jetzt, sondern alles andere. Man wird da in gewisser weise gehirngewaschen. Man stellt plötzlich fest, dass man über Witze lacht, die man vor zwei Monaten nur verlachen schmunzelnd in die Blödewitzekiste gepackt hätte – ja, schlimmer noch, denn irgendwann stellt man fest, dass man selbst solche Witze macht. Da vergleicht man auch mal Essen mit Licht!
  • Würde man alle Flyer sammeln, die man so innerhalb eines Monats an verschiedensten, natürlich strategisch sinnvoll ausgewählten Positionen, in die Hand gedrückt bekommen hat, so könnte man damit locker eine Woche das Haus heizen. Natürlich alle für Parties. Parties. Unter drei am Tag geht garnichts. Immer weiter Parties. Schlimm, das.
  • Aber das Schlimmste: Wann soll man da hin gehen? Man wird ja förmlich zugebombt mit Übungen die man bis Deadline X abgeben muss. Warum hatte mir vorher keiner erzählt, dass man beim Studieren auch lernen muss? Unmöglich. Ich fordere progressivere Aufklärung in dem Gebiet.

Entschuldigt die flaue Postingfrequenz hier, aber, man glaubt es kaum, ich habe gerade wirklich viel zu tun …

8 Gedanken zu „Unianfangsgedanken

  1. Hab ich mich heut erst noch mit meinem Vetter drüber unterhalten… der meinte das würde auch die nächsten 5 Jahre nicht aufhören… mal hoffen dass es von uns nicht allzusher Besitz ergreift…buuhu! 😀

  2. Es scheint eine geistig-genetische Verknüpfung von Mensa und schlechtem Essen zu geben.
    Anders kann ich mir das nicht erklären: In 8 Jahren Schul-Mensa-Essen – und dabei habe ich viele Köche erlebt – habe ich nie jemand positiv vom Essen reden hören. Zumindest nicht vor anderen.
    Und in der Uni geht es genauso weiter.
    Formgeflügel?
    Schon mal was von McDonalds gehört? Pressfleisch vom Dönermann? Hallo?
    Was erwartet ihr? Dass für die tausenden Studenten ein Koch die Soße extra abschmeckt? Mh… eigentlich keine schlechte Idee. „Bitte noch einen Eimer Salz in diesen Topf“ heißt das dann wahrscheinlich. Und nachdem der Koch eine Stunde an 50 Litern Soße gearbeitet hat, soll das Essen wahrscheinlich immernoch die gleichen 2,6 € kosten, nicht wahr?

    Ok, genug der Fragerei. Mensaessen ist nicht das gleiche wie zu Hause, keine Frage. Aber es ist auch bei weitem nicht so schlecht, dass man es per Definition schlechtredennennen muss.

    Ihr dürft mich gerne zu euren ersten selbstgekochten Essen einladen. Dann machen wir mal den Vergleichstest, welcher Koch kreativere Namen findet, wohlgeformteres Fleisch erlegt und besseres Soßen kreiert!

  3. ich hab dir doch immer gesagt, das man super viel zu tun hat. hast du mir mal wieder nicht zu gehöhrt? oder hatte ich immer mit anderen sachen so viel zu tun? 😉

  4. Naja, deer Mensakram. Sache für sich. Soll schon erstis gegeben haben, die das Lachsschnitzel für Fisch gehalten haben. In den rwth NGs gabs letztens Diskussionen en masse über Mensa – ich koch da lieber selbst.

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