Europa als Forschungsstandort in Gefahr

Wie der EU-Forschungsminister Potocnik gestern veröffentlichte, wird man in der EU das Ziel, die Forschungsausgaben bis 2010 auf 3,0 Prozent des BIPs zu erhöhen nicht erreichen.
Das Ziel war 2000 gesteckt worden, aber seitdem sei so gut wie nichts in den Regierungen geschehen.
Rechnet man die momentanen Trends weiter, so wird 2010 selbst China Europa als Forschungsstandort überholt haben. Im Moment gibt Japan mit 3,1 Prozent seines BIPs die meisten Gelder in die Forschung, gefolgt von den USA mit 2,59 Prozent des BIPs. Danach kommt noch die EU mit 1,95 Prozent – und dann schon China mit 1,31 Prozent des BIPs. Letztere allerdings seit 1996 mit einer jährlichen Zuwachsrate von 10 Prozent.
Nicht nur öffentliche Mittel sind in der EU zu knapp, auch Private fallen viel zu gering aus. Nur 55 Prozent aller aufgewendeten Forschungsmittel kommen aus Privatgeldern (Japan: 73 Prozent).
Potocnik fordert, in der nächsten Budgetverteilung doppelt soviele Mittel wie bisher in die Forschung zu stecken, um eine weitere Abwanderung der Forschung zu verhindern…
Ich seh mich schon in 10 Jahre im VHS-Kurs „Japanisch für Fortgeschrittene“ sitzen…