Froschstudie Teil 3: Froschkatzeninterferenz

Mittlerweile sollten die Bewohner meiner Nachbarschaft bekannt sein. Wem nicht, dem sei gesagt: Es sind Frösche. Ein Haufen Frösche.
Wie ich aber seit geraumer Zeit feststellen darf, sind hier nicht nur Frösche zu Hause. Auch Katzen. Mit Vorliebe nachts. Klar – tagsüber schlafen die faulen Viecher ja immer.
Ich beobachte dann die ein oder andere schlaflose, nächtliche Stunde mit meinem Ohr ein Schauspiel beider Anwohnerparteien, welches ich in eben diesen schlaflosen Stunden auch gleich getauft habe: Froschkatzeninterferenz.
Im Folgenden ist die Froschkatzeninterferenz anschaulich erläutert.

Frosch: „quaaaaaaaaaaaaaaak“.
Haufen Frösche: „quak quak quaaaaaaak quak quak quaaak“.
Anderer Frosch: „quaaak“.
Frösche: „quak quak quak“.
Frosch: „quaak“.
Wenige Frösche: „quak“.
Letzer Frosch: „quak“.
Stille.
Katze: „Fauch!“.
Zweite Katze: „Faaaaauch“.
Evtl. dritte Katze: „Fauch Fauch“.
Katze: „Faauch“.
Frosch: „quak“.
Anderer Frosch: „QUAK“.
Haufen Frösche: „quak“.
Haufen Frösche: „quaaaaaaaaaaak“.
Frösche: „quak quak quak quaaack quack“…

Die Froschkatzeninterferenz kann sich theoretisch unendlich häufig fortsetzen, empirische Beobachtung meinerseits führen allerdings zu einer maximalen Durchschnittszahl von vier Mal pro Nacht.

Im Kurzen ist die Definition (wie ich sie auch gerne in einem Lexikon stehen sehen würde):
Froschkatzeninterferenz: Gegenseitiges aukustisches wie emotionales Aufschaukeln von Fröschen und Katzen. Meist zu nächtlicher Stunde und unter großen Leiden der Anrainerparteien.

Achja: Wieso hören sich Katzen im ersten Moment des Vauchens an wie Menschen die mit einem reden wollen?