Batman Begins

Gestern Abend durfte ich in den Genuss dieser Comicverfilmung kommen. Kurz vorweg: Fantastisch.
Jeder von uns wird diese Batmanstreifen kennen. Nicht zu knapp an verrückten Persönlichkeiten schafft es in ihnen der Protagonist, ein erbreicher, verdammt cooler Unternehmer, dessen Leben wiedermal nicht erfüllt ist und der deswegen nachts als noch coolere Fledermausgestalt umherfliegt, immer wieder Gotham City, die archetypische Stadt der Moderne mit all ihren überzeichneten Facetten zu retten.
Mir waren diese Filme immer zu kitschig. Schaut euch mal den „Joker“ an. Haha. So ein Typ will Verbrecher sein? Niemals! Die Story an sich war ja nicht schlecht, aber einfach zu abgedreht. (Von dem letzten Batman-Teil mag ich nicht sprechen, den habe ich erst garnicht gesehen, nachdem hinreichend davor gewarnt wurde…).
Batman Begins ist anders.
Gezeigt wird, wie Bruce Wayne, es gibt keinen passenderen Schauspieler als Christian Bale dafür, zu dieser sagenhaften Batmangestalt wird. Vom bis dato mysteriösen Tod seiner Eltern, seinem Hass allen Verbrechern gegenüber, der Angst, aus der Stärke und schließlich Batman wird bis zum ersten großen Schlag gegen das Verbrechen in Gotham City.
Alles eingebettet in furiose Bilder. Sei es die Trainingsstätte mitten in einem chinesischen Berghang, die Grotte unter dem Anwesen der Waynes, seien es die Narrows Gothams oder aber auch einfach die Kampfszenen. Ganz großes Tennis.
Batman Begins ist anders, anders als die bisherigen Batman Teile. Ein solider Actionfilm mit Tiefgang. Und tiefgründen Sätzen. „Du musst auf deine Umgebung achten“. Mitleid ist nicht schwach. Es gibt noch Hoffnung, und ist die Lage noch so aussichtlos. Das Übliche zwar, aber grandios umgesetzt. Ohne Kitsch.
Nach einem clevern Film ohne eine Minute Langeweile oder Storystagnation schafft Regisseur Nolan am Ende noch den Anschluss an die nächsten Teile, wenn Batman das Zeichen eines neuen Verbrechers der Stadt erhält: Eine Spielkarte mit einem Joker drauf.
Für mich war Batman Begins ganz großes Actionkino, gleicher Klasse wie Spider-Man 2. Viel Action – Kämpfe, schnelle und tolle Autos, ganz viele Gadgets (was will ein Mann mehr?) – toller Cast – angefangen von Christan Bale, über Katie Holmes (Die kann mehr als in Teenieserien betrübt aus der Wäsche gucken) bis hin zu Michael Caine, der den Alfred mehr als überzeugend gespielt hat – und eine Story mit Tiefgang und Sinn. Alles ohne Kitsch.

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Angucken!

2 Gedanken zu „Batman Begins

  1. Da stimme ich dir wirklich zu. Ein sehr gelungener Film, in dem es eigentlich nie langweilig wurde. Das merkte man spätestens daran, dass irgendwann unsere „Kommentare“ nachließen (Du erinnerst dich wahrscheinlich noch dunkel an Kung Fu Hustle :D).

    Zum Cast möchte ich noch Morgan Freeman hinzufügen, der als Lucius Fox im Keller des „Wayne-Wolkenkratzers“ die neueste Technik (Waffen, allg. High-Tech und auch das o.g. Auto) verwaltet. Er ist Bruce’s Verbündeter und kennt das Geheimnis des Batman. Man könnte seine Rolle/Aufgaben im Bezug auf Batman mit „Q“ vergleichen (James Bond)

    Ich hatte mir von Morgan Freeman irgendwie ein wenig mehr versprochen. Man kennt ihn ja normalerweise aus großen, anspruchsvollen Rollen, drum ist man vielleicht verwundert, dass er hier nun den Technikverwalter spielt. Ich find es jedoch trotzdem erwähnenswert, denn er passte trotz allem gut in die Rolle und pushte sicherlich den Film allein schon durch seine Person. Hat mir gut gefallen. Freue mich schon auf weitere Teile.

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