Archive for Juni, 2005

Froschstudie Teil 3: Froschkatzeninterferenz

Mittlerweile sollten die Bewohner meiner Nachbarschaft bekannt sein. Wem nicht, dem sei gesagt: Es sind Frösche. Ein Haufen Frösche.
Wie ich aber seit geraumer Zeit feststellen darf, sind hier nicht nur Frösche zu Hause. Auch Katzen. Mit Vorliebe nachts. Klar – tagsüber schlafen die faulen Viecher ja immer.
Ich beobachte dann die ein oder andere schlaflose, nächtliche Stunde mit meinem Ohr ein Schauspiel beider Anwohnerparteien, welches ich in eben diesen schlaflosen Stunden auch gleich getauft habe: Froschkatzeninterferenz.
Im Folgenden ist die Froschkatzeninterferenz anschaulich erläutert.

Frosch: “quaaaaaaaaaaaaaaak”.
Haufen Frösche: “quak quak quaaaaaaak quak quak quaaak”.
Anderer Frosch: “quaaak”.
Frösche: “quak quak quak”.
Frosch: “quaak”.
Wenige Frösche: “quak”.
Letzer Frosch: “quak”.
Stille.
Katze: “Fauch!”.
Zweite Katze: “Faaaaauch”.
Evtl. dritte Katze: “Fauch Fauch”.
Katze: “Faauch”.
Frosch: “quak”.
Anderer Frosch: “QUAK”.
Haufen Frösche: “quak”.
Haufen Frösche: “quaaaaaaaaaaak”.
Frösche: “quak quak quak quaaack quack”…

Die Froschkatzeninterferenz kann sich theoretisch unendlich häufig fortsetzen, empirische Beobachtung meinerseits führen allerdings zu einer maximalen Durchschnittszahl von vier Mal pro Nacht.

Im Kurzen ist die Definition (wie ich sie auch gerne in einem Lexikon stehen sehen würde):
Froschkatzeninterferenz: Gegenseitiges aukustisches wie emotionales Aufschaukeln von Fröschen und Katzen. Meist zu nächtlicher Stunde und unter großen Leiden der Anrainerparteien.

Achja: Wieso hören sich Katzen im ersten Moment des Vauchens an wie Menschen die mit einem reden wollen?

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Mit 1 Gramm Wasserstoff 5000 Kilometer weit gefahren

Es scheint, als sei unser Energieproblem gelöst. Oder so.
Das 30kg schwere PAC-Car II der ETH Zürich hat auf einer französischen Teststrecke einen neuen Effizienzrekord aufgestellt. Mit 1,07 Gramm Wasserstoff wurden über eine Brennstoffzelle zwei Elektromotoren angetrieben, die das Fahrzeug schließlich 5134 Kilometer weit fahren ließen. Legt man die umgesetzte Energie auf Benzin um, so könnte man die gleiche Strecke mit einem Liter Benzin fahren und käme somit auf einen Verbrauch von 0,0002 Liter Benzin pro Kilometer.
Natürlich ist das Auto irreal leicht und auch sonst eher ein Experiment, aber die Forscher der ETHZ sind zuversichtlich, dass einige der von ihnen entwickelte und optimierten Technologien auch in die ‘richtige’ Automobilindustrie übertragen werden könnten.
Klingt doch klasse.
Scheiß auf Ölpreise! (Oder würden die dann, ganz nach dem Nachfrageprinzip, auch teurer werden?)
Coming up: Braunkohlekraftwerke, mit deren Kühldampf die Atmosphäre gekühlt wird (was natürlich zur Normalisierung des Weltklimas führt), Windräder mit einem Flügel, die sich fünfmal schneller als bisher drehen können und Atomkraftwerke, die mit einem einzigen Uranatom Wasser sieben Mal zum kochen bringen.

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Würmer an Methanfeldern

Vor der Küste Afrikas, tief unterwasser, gibt es ein riesiges Vorkommen von Bakterien, die von dem sich dort ansammelden Methan leben, das fand ein deutsch-amerikanisches Forscherteam jetzt heraus. Von diesen Bakterien wiederum leben haufenweise Würmer und Krebse.
Methan? Würmer?
Sooo fängt’s an!!!

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Statistik: Radio polarisiert

Amerikanische Forscher um Wayne Wanta analysierten über 2000 Radiointerviews und verknüpften die Meinungen der Befragten zu Religion und Politik etc. mit anderen Faktoren. So stellten sie fest: Menschen, die Radio hören haben eine polarisierte, also radikalere und einseitigere Meinung.
Ganz anders die Internetnutzer: Sie nehmen die Möglichkeit wahr, sich bei verschiedensten Quellen über ein Thema informieren zu können und akzeptieren dadurch häufiger andere Meinungen.
Nun macht also nicht nur Messaging dumm (?!), sondern auch noch Radiohören. Nagut.
Zum Glück läuft bei mir ja nicht den ganzen Tag das Radio…

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Jesus herzt dich!

Jesus herzt dich!

Ganz großer Fussball heute. Ganz großer.

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Geschmacksprobe

Selten etwas sinnvolleres gesehen, als eine wirkstofflose Geschmacksprobe für ein Allergiemedikament…
Weiterlesen ‘Geschmacksprobe’

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Krieg der Welten

Fäden. Organellen. Mikroben. Mehr Kleinstlebewesen. Wassertropfen. Blatt. Baum. Erde.
Der von einem erklärenden Sprecher begleitete Zoom-Out am Anfang von Krieg der Welten ist Grundlage des Films. In doppelter Hinsicht.
Uns wird erklärt, dass die Erde schon seit langem von furchbar intelligenten Wesen aus dem All beobachtet wird und diese quasi nur darauf warten, dass die Zeit endlich reif ist uns zu Besuchen. Wieso?
Schwenk zu Ray Farrier (Tom Cruise). Der ist Hafenarbeiter und steigt gerade aus einem Kran aus. Ziemlich bald erfahren wir: Er kriegt sein Leben nichtmehr auf die Reihe. Sein Haus ist runtergekommen und die Kinder, die er mit seiner Exfrau hat, fühlen sich nicht wirklich wohl bei ihm (Achtung! 0815-Story foreshadowing!).
Das beginnt sich aber (oho!) zu ändern, als Ray mit staubbedecktem Gesicht nach Hause kommt und paralysiert, in einer anderen Welt zu sein scheint: Nachdem ein regenfreier Sturm mit Blitzen auf die Erde niedergegangen ist, war Ray an einer Straßenkreuzung, an der vorher ein Haufen dieser Blitze eingeschlagen hatten – und an der danach unzählige, flüchtende Menschen verdampft worden sind. Verdampft? Oder so.
In der ganzen Stadt werden jedenfalls Menschen verdampft. Und Ray ist der Einzige der mit einem Auto zu flüchten vermag. Alle anderen Autos sind liegen geblieben. Nur das von Ray hat einen neuen Magnetschalter bekommen und fährt deswegen wieder. Es stehen nicht nur alle Autos, auch alle Uhren, Kühlschränke funktionieren nicht mehr, genauso das Licht. Alles was durch Strom betrieben wird versagt seinen Dienst.
Böse.
Ray mit samt seiner Kinder flieht immer weiter, von einem Ort zum nächsten Ort, an dem die außerirdische Zerstörung wütet.

Der Film fühlt sich sehr düster an. Kommt er auch an die Dauernachtstimmung von Batman Begins nicht ganz ran, reicht es, um die Aliens mit einer gewissen Grundspannung und Grundfurcht zu begegnen.
Ich kenne die Buchvorlage von Godfather-of-SciFi H. G. Wells nicht, kann daher nicht beurteilen, welche Teile von Wells ausgedacht, und welche von Spielberg (etc.) weitergedacht worden sind. Aber alles ist zwar altbekannt (Aliens haben immer große, spiegelnde Augen!), passt aber irgendwie und harmoniert sogar zusammen.
Von den Bildern erinnerte Weiterlesen ‘Krieg der Welten’

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Yps kommt wieder!

Urzeitkrebse. Taschenlampenautos. Buchtresor. Ostereierbaum.
Nur ein paar der meist aus billigem Plastik gefertigten Gimmicks, die einer jeden Yps-Zeitschrift beilagen.
Ihr erinnert euch? Diese Zeitschrift aus fast vergessenen Kindertagen, mit noch mehr vergessenem Inhalt. Der interessierte nämlich nicht. Interessiert hat nur das Plastikdingchen, das immer tierisch innovativ, begeisternd und einfach nur toll war.
Yps kommt wieder! Ab August. Im (Disney)Ehapa-Verlag. Mit Gimmick.
(Und das Yps-Känguruh samt Yps-Promolustigleuten ist, ehm, lustig)

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