Leben auf Planeten um Rote Riesen

Wenn es da draußen Leben gibt, so ist nur auf einem Planeten möglich, der sich in der „bewohnbaren Zone“ um einen Stern befindet. Ist der Planet zu nah am Stern, so verdampft das lebensnotwendige Wasser, ist er zu weit weg, so gefriert das Wasser zu Eis. Wie z.B. auf dem Mars. Demnach gibt es eine kleine, ringförmige Zone um den jeweiligen Stern, die immer Ziel der Beobachtung und der Suche nach Leben ist.
Wissenschaftler machen jetzt aber deutlich, dass es so eine bewohnbare Zone nicht nur bei Sternen in ihrem Hauptstadium, in dem jetzt unsere Sonne ist, sondern auch bei sterbenden Sternen bestimmter Klassen, bei Roten Riesen gibt.
Hat ein Stern weit über die Hälfte seiner Lebenszeit hinter sich, fängt erst das Wasserstoff- und dann das Heliumbrennen an, dabei bläht der Stern sich immer mehr auf. Er ist ca. 100 Mal größer als usprünglich.
Mit der erhöhten Größe verschiebt sich auch die bewohnbare Zone nach außen hin – von ca. 120 Millonen Kilometer hin zu ca. 450 Millionen Kilometer Entfernung.
Auch wenn es mit dem Stern zu Ende geht, dauert dieses Ende immernoch einige Milliarden Jahre. Für Leben also genug Zeit sich zu entwickeln. Leben auf dem Mars erhielte so in ein paar Milliarden Jahren eine zweite Chance.
Betrachtet man auch Planetensysteme um Rote Riesen herum bei der Suche nach Leben, so erhält man allein im 100 Lichtjahr Umkreis um die Erde zu den 1000 klassischen Sternensystemen, 150 zusätzliche mögliche Lebensräume.