Bald geht es wieder los, bald ‘returned’ man ‘to flight’. Die beiden neudesignten Spaceshuttle Discovery und Atlantis sollen ab Mitte Mai starten.
Es wird mit einem Besucheransturm gerechnet. Besonders virtuell.
Man befürchtet, die perma-300Mbit werden nicht reichen.
Also hat die NASA einen Aufruf für Bandbreitensponsoring gestartet. Und tatsächlich: Mehr als 30 Firmen haben sich dafür beworben u.a. den Livecast des NASA-TVs mit Leitungen zu unterstützen. So muss das.
Will mich auch wer bei der Anschaffung meiner privaten Gigabitanbindung unterstützen?
Archive for April, 2005
Die Sonde Deep Impact ist weiter auf Kollisionskurs. Und hat jetzt ein erstes Bild von seinem Ziel, vom Kometen Tempel 1 gemacht.
Total unspektakulär irgendwie. Aber egal.
Hubble feierte letzte Woche seinen fünfzehnten Geburtstag (“Und jetzt alle: Happy …”). Seitdem es 1990 von einem amerikanischen Spaceshuttle ausgesetzt worden ist, hat es über 750.000 Bilder gemacht.
Quasi als Geburtstagsgeschenk hat das Hubble-Team zwei Objekte neu abgelichtet.
Zum einen M51 aka Whirlpoolgalaxie. Die sehr bekannte Spiralarmgalaxie wird gerade von ihrer kleinen Nachbargalaxie NGC 5194 beklaut. Sieht klasse aus. Gibt’s auch als Hintergrundbild.
Und zum anderen hat Hubble den Adlernebel fotografiert. Ein sehr geiles Bild zeigt einen Ausschnitt, die “Säulen der Schöpfung”. In dem 9,5 Lichtjahre (Was ungefähr doppelt so weit ist wie von der Sonne bis zum nächsten Stern Alpha Centauri…) großen Nebel werden am laufenden Band neue Sterne geboren. Sieht klasse aus. Gibt’s auch als Hintergrundbild.
Ja, bald gibt es wieder mehr Weltraumbilder.
Konnte unsere Lieblingssonde Cassini noch zuletzt auf dem Saturnmond Enceladus eine Wasserdampfatmosphäre nachweisen, so konnte Cassini jetzt Staub in selbiger nachweisen.
Hört sich erstmal nicht wirklich spektakulär an.
Allerdings könnte dieser Staub Aufklärung darüber geben, woher der E-Ring, der äußerste der Ringe stammt. Ist der gemessene Staub nicht aus dem Ring, in dem sich Enceladus befindet, sondern vom Mond selbst, so könnte das heißen, dass der E-Ring aus Encaladus heraus entsprungen ist.
Man hat jetzt also eine Möglichkeit, das Rätsel zu klären, woher die Ringe des Saturns kommen.
Die NASA hat aus diesem Rätsellösungsgrund die Cassinibahn neugestaltet. Cassini wird bei seinem nächsten Flyby an Enceladus am 17. Juli nicht mit einer Entfernung von 1000 Kilometer, sondern mit gerade mal 175 Kilometer vorbeifliegen. Das wird der naheste Vorbeiflug, den Cassini jemals machen wird. Nach Plan zumindest.
Nicht nur hier unten auf der Erde gibt es ein Problem mit Feinstaub, auch auf anderen Planeten gibt’s eins. Der Feinstaub kommt allerdings nicht von Rußpartikeln, und ist auch sonst ganz anders.
Schon 1972 bei einer Apollo Mission hatte ein Astronaut nach Einatmen etwas Mondstaubs in der Landungskapsel Fieber. Das war aber am nächsten Tag wieder weg, genauso wie später die Erinnerungen an den Vorfall.
Jetzt rollt man das Ganze aber wieder auf.
Auf dem Mond gibt es besonders feinen Staub, ähnlich dem auf der Erde bekanntem Quarz. Zwar ist Quarz nicht giftig, es setzt sich aber in der Luge fest. Weder Abhusten noch Abbauen mit weißen Blutkörperchen ist möglich – letzteres führt sogar zum Massenharakiri der Blutkörperchen, die schließlich die Lunge voll laufen lassen – ähnlich einer Lungenentzündung.
Um durch eingeatmeten Mondstaub an einer Staublunge zu sterben, bräuchte es allerdings beträchtliche Massen, die man so schnell wohl nicht erreichen wird. Aber man muss ja auch nicht immer gleich sterben. Man kann ja auch Fieber davon bekommen. Oder Verbrennungen.
Forscher vermuten, dass Marsstaub besonders gefährlich ist. Sie vermuten in ihm ein Oxidationsmittel, was den Planeten in seinem rostigen Rot erscheinen lässt, aber auch gleichzeitig bei Hautkontakt diese oxidiert und somit zerstört (ähnlich einer Verbrennung). Genauso zerstört es Gummi oder die meisten Textilien.
Bevor es also für Menschen ab zum Mars geht muss noch ein Stoff entwickelt werden, der vor diesem Feinstaub schützt. Aus diesem Grund unterstützt die NASA einen Bergbauingenieur beim “Project Dust”, in dem neue Textilien auf ihre Staubverträglichkeit getestet werden. Bergbauern ist das Problem kein Unbekanntes – beim Bau des “Hawk’s Nest Tunnel” in den 1930ern kamen hunderte Arbeiter durch eine Staublunge ums Leben.
Im handtaschen Format kann vielleicht bald jeder seine eigene kleine Kernfusion betreiben.
Forscher haben es geschafft, mit Hilfe einer leichten Erwärmung eines Kristalls Namens “Lithiumtantalat” in ihm eine Ladungsverschiebung hervorzurufen, die wiederum ein hohes elektrisches Feld um den Kristall aufbaut. Deuterium wird ionisiert und auf andere Deuteriumatome geschossen, dadurch enstehen schließlich Neutronen.
Man hofft, durch diese Technik einmal Kofferdurchleuchtunsgeräte kleiner und stromsparender bauen zu können, oder aber Ionenantriebe für Raumsonden kostengünstiger und effizienter herzustellen.
Vielleicht gibt es ja auch bald schon die erste Kernspaltungsmaschine in Handtaschenformat. Dann könnte ich meine revolutionäre Vision einer Taschenatombombe endlich entwickeln und an diverse Entwicklungsländer und Extrimistengruppen verkaufen…
Drankheitsendstadiumszwischenpost:
Ich kann nicht, wenn jemand guckt.
Wieso haben die Leute immer Spass, wenn ich nicht dabei bin?
Frau W. kommt in das Büro meiner Kollegin.
“Bitte richten Sie der Frau G. aus, sie möge mich doch bitte anrufen, ja?” “Kein Problem, mache ich.”
Meine Kollegin sucht einen Zettel. Zum aufschreiben. Findet aber keinen. Geistesgegenwärtig und computererfahren wie sie ist, kommt ihr da die Gewalt der EDV in den Sinn. “Genauuu, net send gibt’s ja noch.” Man ist ja nicht doof.
net send pc-455 "Bitte bei Frau W. anrufen, Danke!".
Funktionierte aber nicht. Lag an einer kuriosen Inkompatibilität, die zwei speziell eingestellte Rechner gegenseitig nicht im Netz sehen lässt. Das wusste die Kolligin aber nicht.
Woran könnte es also liegen? Na klar. Syntax. Logisch. Da machst du was falsch. Da war doch was mit … mit … ahja! Mit Sternchen! Genau! Sternchen! Da muss noch ein Sternchen rein. Probieren wir mal folgendes.
net send * "Bitte bei Frau W. anrufen, Danke!".
Die Nachricht ging an 300 angemeldete User. Die arme Frau bekam über 100 Anrufe.
Spass zum Selbermachen.

