Archiv für den Monat: März 2005

Putzsturm auf dem Mars

Irgendwas war da. Die Spuren von NASA Mars Rover Spirit im marsianischen Sand, auf die er selbst zurückschaute, verschwanden langsam. Seine Position auf “Larry’s Lockout” beschehrte ihm einen ziemlich guten Ausblick auf den Gusev-Krater – und eben auf seine Spuren.
Der Grund des Verschwindens war schnell gefunden.
Ein kleiner Marssturm zog auf und verwirbelte den Boden.
Kurzzeitig dachten die Steuerer des Rovers auf der Erde ihn temporär abzuschalten. Immerhin brachte Spirit schon lange nicht mehr die Leistung vom Anfang der Mission vor über einem Jahr, es konnten nurnoch 60% Energie über die verstaubten Solarzellen gewonnen werden. Und selbst die 60% waren schon ein Wunder, rechnete man doch anfänglich noch mit einer Staubzusetzung, die einen Betrieb nach drei Monaten unmöglich mache.
Aber das eigentliche, kuriose Wunder kam erst noch.
Der Sturm, der Spirits Spuren verwischen ließ, reinigte gleichzeitig die Solarzellen. Die Forscher auf der Erde hatten einen drastischen Energieanstieg. Bis auf 93% der ursprünglichen Energie.
Ein Problem weniger – jetzt kann Spirit wieder mal etwas Länger durch die Wüste des Mars ziehen und hübsche Fotos machen.
Übrigens schon das zweite Solarzellensäuberungswunder auf dem Mars, Opportunity passierte etwas ähnliches, allerdings weiß man bis heute nicht, wie die Zellen gereinigt wurden.

Michael Griffin neuer NASA Boss

Steht überall und deswegen auch hier:
Das Weiße Haus hat Michael Griffin als NASA Cheffe vorgeschlagen. Er soll damit Sean O’Keefe ablösen, der zukünftig Dekan an einer Uni werden wird.
Michael Griffin ist ein Befürworter der Bushschen “VSE“, der Vision of Space Exploration. Also quasi: Männer auf den Mond und Mars. Sieht das Ganze aber etwas kritischer als er.
In der Vergangenheit leitete Griffin schon einige mehr oder weniger große und erfolgreiche Projekte bei der NASA, war Vorstandsmitglied bei diversen Regierungsunternehmen und zuletzt Leiter des Raumfahrtprogramms vom APL (Applied Physics Laboratory) der John Hopkins Universität.
Um letztendlich NASA Administrator zu werden, muss der Vorschlag noch vom Senat verifiziert werden. Die Sitzung dafür ist aber noch nicht angesetzt.

Vielleicht mag er ja Hubble

Deutsche comedieren über’s meckern über’s Meckern

Gestern Abend bei Nightwash vom Moderator Knacki folgene zitierenswürdigen Worte gehört, natürlich sinngemäß:

Uns Deutschen muss langweilig sein. Was kann der Deutsche am Besten? Na klar. Meckern. Sich beschweren. Über alles und jeden, und wie schlecht es uns geht. Aber hallo? Jetzt machen manche Leute alles kaputt. Die meckern nämlich über das Meckern. Geht’s noch? Das ist doch mal total undeutsch. Wir können Verträge für Genehmigungsvorschläge ausfüllen, aber über’s Meckern meckern? Nee.

Sehr geil. Und ging noch weiter. Fällt mir aber nichtmehr ein. Weiß das noch jemand?

Spamfrei

Schwörte ich vor eine Woche noch den spamfreien Sonntag herbei, so begrüßte ich gestern fast mit etwas Wehmut zwei einsame Kommentarspams.
Seit Montag nichts mehr.
Hat meine Statistik geholfen? Bin ich jetzt altes Eisen? Ab vom Schlag?
Oder hat nur einer den Spammern die Pokerkarten geklaut?

Nachtrag: Hätt ich bloß nichts gesagt. So langsam glaub ich, das ist garkein Spambot sondern sowas wie ein Mensch.

Coldplay Konzert

Coldplay gibt nach ein paar Jahren Abstinenz passend zum neuen Album gleich eine Tour dabei.
Und so spielen sie u.a. am 17.06. in Köln am Fühlinger See.
Karten kaufen kann man ab übermorgen, der PreOrder lief bis heute.

Wäre doch eigentlich mal eine Gelegenheit diese super Band live zu sehen…

Flauschiges Eis lässt Planeten entstehen

Planeten entstehen durch Verklumpung von Materie, so eine anerkannte Theorie. Materie haftet an Materie, vergrößert die eigene Masse und damit die Anziehungskraft durch die Gravitation, das zieht wiederum neue Materie an, die wieder zur Massenanreicherung beiträgt. Und so weiter, bis ein ‘ausreichend’ großer Planet entstanden ist.
Aber wie kommt es zu dieser Initiierung? Wie kann Materie an Materie haften, dessen Gravitationskraft nicht größer als umgebende Materiepartikel ist?
Forscher haben eine These. Das Geheimnis liegt in “flauschigem” Eis (Schmunzelt eigentlich nur ich bei ‘flauschig’?).
Die Materiepartikel würden sich bei einer Temperatur von 5C bis 100C über dem absoluten Nullpunkt (-273,15C) mit einer Eisschicht überziehen. Bei dieser geringen Temperatur haben die Moleküle im Eis aber keine Zeit sich zu ordnen, und verbleiben daher in einem ungeordneten Zustand. Das mache die Partikel “flauschig”, so dass sie an einander haften bleiben könne. Damit wäre der anfängliche Schritt getan.
In einem Laborversuch haben das die Forscher auch schon nachgestellt, anhand von hüpfenden Keramikkugeln.