Galaxienentstehung beobachten mit dem VLT?

Mit Hilfe des VLT in Chile hat die ESO eine erstaunliche Entdeckung gemacht.
Untersucht wurden zwei Kugelsternhaufen in einem südlichen Kluster von Omega Centauri.
Dabei fiel auf, dass zwei neben einander gelegene Haufen unterschiedlich leuchteten. Einer, ‚richtig‘, rot und der andere blau.
Man analysierte weiter und stellte fest, dass der bläuliche Kugelsternhaufen mehr Schwer-Elemente als der rote Haufen besaß. Diese Elemente waren hauptsächlich Helium. Mehr als 50% des Haufens bestehen aus Helium.
Warum das so ist, da haben sich die Forscher auch etwas überlegt.
Bei dem blauen Haufen könnte es sich ursprünglich um einen Teil des roten Kugelsternhaufens gehandelt haben. Nach dem Heliumbrennen sind dann aber die zehn bis zwölf sonnenmassigen Sterne zu einer Reihe von Supernovae explodiert, und haben so Grundbaustoff für einen neuen Sternhaufen, einen dieses mal blauen, hergestellt.
Das beobachtete Stadium könnte sogar ein Schritt beim Übergang von einem ordinären Sternenhaufen hin zu einer eigenständigen Galaxie sein.