Putzsturm auf dem Mars

Irgendwas war da. Die Spuren von NASA Mars Rover Spirit im marsianischen Sand, auf die er selbst zurückschaute, verschwanden langsam. Seine Position auf „Larry’s Lockout“ beschehrte ihm einen ziemlich guten Ausblick auf den Gusev-Krater – und eben auf seine Spuren.
Der Grund des Verschwindens war schnell gefunden.
Ein kleiner Marssturm zog auf und verwirbelte den Boden.
Kurzzeitig dachten die Steuerer des Rovers auf der Erde ihn temporär abzuschalten. Immerhin brachte Spirit schon lange nicht mehr die Leistung vom Anfang der Mission vor über einem Jahr, es konnten nurnoch 60% Energie über die verstaubten Solarzellen gewonnen werden. Und selbst die 60% waren schon ein Wunder, rechnete man doch anfänglich noch mit einer Staubzusetzung, die einen Betrieb nach drei Monaten unmöglich mache.
Aber das eigentliche, kuriose Wunder kam erst noch.
Der Sturm, der Spirits Spuren verwischen ließ, reinigte gleichzeitig die Solarzellen. Die Forscher auf der Erde hatten einen drastischen Energieanstieg. Bis auf 93% der ursprünglichen Energie.
Ein Problem weniger – jetzt kann Spirit wieder mal etwas Länger durch die Wüste des Mars ziehen und hübsche Fotos machen.
Übrigens schon das zweite Solarzellensäuberungswunder auf dem Mars, Opportunity passierte etwas ähnliches, allerdings weiß man bis heute nicht, wie die Zellen gereinigt wurden.