Eismeer auf dem Mars entdeckt

Zwar bedingt durch meine freien Tagen ‚etwas‘ spät, aber trotzdem:
Ein britisches Forscherteam hat die mit der HRSC des Mars Express abgelichtete Äquatorregion des Mars untersucht und erstaunliches festgestellt.
Abgebildete Strukturen lassen auf ein Eismeer schließen. Auf den Bildern erkennbar sind Schollen, wie sie in der Größe nur von Eis erzeugt werden können. Gegen Lavaschollen (wie sie auf der Erde in Island bewundert werden können) spräche auch, dass der Untergrund charakteristisch für Wasser weggesackt sei.
Der See könnte durch thermische Effekte des nahe gelegenen Vulkans Elysium Mons an die Oberfläche getreten sein.
Das Nichtverdampfen des Wassers an der Oberfläche erklären sich die Forscher durch eine Staubschicht, vielleicht vom selben Vulkan, die sich gleich einer Schutzhülle über das Eis gelegt haben soll.
Weder das MARSIS-Radar von Mars Express, noch die Ende des Jahres startende NASA Marssonde „Mars Reconnaissance Orbiter“ können allerdings eine definitive Bestätigung geben, dass es sich bei der 800 mal 900 Meter großen und 45 Meter tiefen Ebene um einen See handelt.
Das könnte nur eine Zusätzliche Rovermission klären, die dann aber auch ziemlich tief in den Boden bohren müsste. Grundsätzlich biete sich das Gebiet dafür allerdings sehr gut an.

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