Mars 1: Warum ist Beagle 2 kaputt gegangen?

Mit dem Mars Express der ESA kam auch ein Lander in die Marsreichweite. Beagle 2, so sein Name, sollte von Mars Express losgelöst werden, auf dem Mars landen und da ähnlich den beiden amerikanischen Rovern Spirit und Opportunity die Gegend erkunden. Aber 2003, als es soweit war, kam es zu einer tragischen Aktion: Beagle 2 gab keine Rückmeldung. Was mit ihm geschah ist bis heute ungeklärt.
Die ESA hat das natürlich untersucht, immerhin pustet man nicht gerne ein paar Millionen Euros in die Marsatmosphäre und vergrößert wahrscheinlich noch weniger gern das Hinterherhinken hinter den Amerikanern.
Die bereits letztes Jahr fertiggestellte Untersuchung, durchgeführt von einem britischen ESA-Team (Beagle 2 stammte aus England) wurde im Zuge des „Freedom of Information Act“ jetzt, letzte Woche der breiten Öffentlichkeit preisgegeben.
Dadrin kann die ESA keinen definitiven Grund ausmachen, woran die Mission letztendlich gescheitert ist. Viel mehr hätten sich viele Kleinigkeiten aufsummiert, die in ihrer Masse betrachtet schließlich Beagle 2, wahrscheinlich aufgrund der geringeren Abbremsung durch die dünner als erwartete Atmosphäre des Mars, am Boden zerschellen ließen.
All diese Fehler rührten wohl daher, dass man Beagle 2 nie als Luftfahrzeug, sondern als „Wissenschaftliches Experiment“ betrachtet hätte. Dadurch wäre das Projekt dauerhaft unterfinanziert, und damit zu groß für das kleine Team der Open University in England gewesen.