Blade: Trinity – Ein cooler Actionfilm

Gestern Abend in einer Vorpremiere den dritten Teil des Vampirfilms schlechthin gesehen. Blade. Blade: Trinity.
In Trinity bekommt Wesley „Die-Coolheit-in-Person-schlechthin“ Snipes, aka. Blade Verstärkung. Der Ganze Film beginnt allerdings, als vier Desert-Storm-Gasmasken-tragende Vampire Desert-Storm-mäßig in Helikoptern mitten im Desert-Storm-Irak an einer Alien vs. Predator Pyramide landen, Tomb-Raider-mäßig dann die Treppen hinaufschreiten um dann mit dem obligatorischen Stargate-Der-Film-mäßigen Blick nach hinten zurück SWAT-mäßig ihre Desert-Storm-Anzüge ausziehen und in der Pyramide zu verschwinden. Drinnen erwecken sie dann ganz in alter Alien-vs.-Predator-Manier den Obermufti der eigenen Rasse zum Leben, der dann natürlich erstmal einen der Leute ganz Indiana-Jones-mäßig im Sand versinken lässt.
Schnitt.
Blade. Killt natürlich wieder böse Vampirmenschen. Die jetzt irgendwie anders heißen. Familiars. Habe ich da irgendwas vorher verpasst, ist das zu lange her? Erinnern an den Ausdruck kann ich mich nichtmehr. Nungut.
Weiter geht’s im Schnelldurchlauf: Polizei kommt Blade auf die Spuren, stürmen sein neues Versteck (eine ziemlich stylische, alte hölzerne Bootswerft), dabei stirbt der bis dahin unentwegt humpelnde Whistler (zum wievielten Mal jetzt im Film?). Blade wird ausgefragt im Polizeirevier. Natürlich ist die Polizei auch schon längst Vampirpolizei. Schließlich kommen die vier Desert-Storm-Vampire vom Anfang, dieses mal nichtmehr ganz soviel Desert-Storm, dafür viel mehr New-Economy-Biotechnology-Resident-Evil und wollen endlich das tun, worauf sie schon furchtbar lange gewartet haben. Blade umbringen.
Von wegen. In letzter Sekunde kommt, heroisch durch den Verhörspiegel springend, ein unbekannter Jüngling Blade zur Rettung und überreicht ihm sein kräftebringendes Lebenselexier.
Ab da an findet sich Blade in einer Gemeinschaft von einer, hechel, nett anzusehenden Jessica Biel, mit dem bezeichnenden Vornamen Abigail, und dem tollpatschcoolen Ryan Reynolds, King, wieder. Natürlich gibt es in deren Team noch andere Leute. Den Blade-Q, Quotenfreak und amateur Basketballer des Teams, die blinde ComputerNERDin, die neben ihrem lustig piepsenden Blindenkeyboard auch eine (Achtung, wink mit dem Zaunpfahl!) total enge Beziehung zu ihrer kleinen Tochter hat. Und noch so ein paar Menschen und outgesourcte Schläferzellen. Verdammt cool.
Aber nicht so cool wie Blade. Der ist der übliche Blade wie in den Filmen zuvor: Verzieht keine Mine und reißt trockencoole „Motherfucker“-mäßige Sprüche. Doch dieses Mal gibt es den dialektischen (Gegen-)Part dazu. King reißt die ganze Zeit über verdammt lustigcoole und total unBladige Sprüche. Ziemlich geil.
Die Garnichtmehrsoviel-Desert-Storm-Vampire schnappen sich ihren Obervampir und wollen mit dem dann dieses Mal endlich, ganz wirklich, final und so, Blade umbringen.
Im Ganzen war der Film ganz gut. Ein typischer Actionfilm, mit viel Nichtblut und noch mehr Gewalt. Die super Coolness von Blade wird schön ergänzt durch Kings vorlauten Humor und noch schöner untermalt durch Jessica Biel. Die ist einfach nur da. Das reicht, quasi.
Der Soundtrack kommt näher an den legendären des ersten Teils ran, als der des zweiten Teils. Nur die andauernden Anspielungen, gewollt oder ungewollt, in Form von eindeutigen Aktionen und Klischeeszenen nervten nach einer Zeit. Aber, definieren wir einfach mal, das war auch cool. Genauso cool wie der iPod und die Apple-Geräte überall.
Kurz also: Ein cooler Actionfilm.