Einer Simulation amerikanischer Forscher zu Folge ist der Mond Plutos auf ähnliche weise entstanden, wie der von uns.
Ein anderer Himmelskörper ist auf den Planeten eingeschlagen und hat Gesteinsbrocken herausgeschleudert. Die sammelten sich in der Umlaufbahn und verklumpten aufgrund ihrer eigenen Gravitation zu einem großem Brocken. Ein Mond war geboren.
Das war allerdings bisher nur eine mögliche Theorie, wie die relativ großen Monde entstanden sein könnten. So muss ein marsähnlicher Planet auf unsere Erde eingeschlagen sein, der genügend Kraft mit sich brachte, um einen Luna zu erzeugen.
Den Amerikanern ist aber jetzt durch die Computersimulation gelungen, das ganze Geschehen definitiv aufzuzeichnen und so kommen sie zu dem Ergebnis: Ein Planet, genauso groß wie Pluto selbst, muss auf ihn eingeschlagen sein, damit ‘Charon’, so der Mondname, enstanden ist.
Archive for Januar, 2005
Einiges neues gibt es von unserem liebings Schwarzen Loch in unserer lieblings Galaxienmitte. Neues von Sigittarius A*.
Zum einen konnten deutsche Forscher anhand einer Reaktion in einer Gammawolke nachweisen, dass das bisher als ruhend vermutete Schwarze Loch noch bis vor 350 für ca. 10 Jahre aktiv war. Das legt für die Forscher die Vermutung nahe, dass es bald wieder so weit sein könnte. Das Loch könnte dann erneut anfangen, Materie in sich hineinzusaugen.
Und zum anderen hat unser lieblings Röntgenteleskop Chandra ein paar Aufnahmen unserer Galaxienmitte gemacht, die durch Forscher kombiniert wurden und so einige Röntgenstrahlenquellen ausmachen ließen. Handelt es sich dabei um ihrerseits Schwarze Löcher, die das Überschwarze Loch in der Mitte umkreisen? Oder ‘nur’ um Neutronen-Doppelstern-Systeme? Abwarten!
Der große Hype ist vorbei, zumindest für die breite Öffentlichkeit. Huygens ist erfolgreich gelandet und hat noch erfolgreicher Bilder zur Erde übermittelt.
Für einige Tage stand Huygens, das Huygens-Controllingteam in Darmstadt und die ganze ESA im Schein der großen Presse und damit im Rampenlicht.
Passend zur abflauenden Hochpräsenz hat die ESA jetzt ein paar Zahlen und Daten veröffentlicht, die das Interesse an Huygens recht gut beschreiben.
Vom 14. bis zum 21. Januar, also die ‘heiße’ Woche, hat die ESA 3,6 Millionen Besucher gezählt, mit 340 Millionen Hits. Eine riesige Datenmenge wurde aufgewendet: 6 Terabyte Daten gingen durch die zuständigen ESA-Server. Das ging sogar soweit, dass einzelne Webcammodule auf andere, dedizierte Server ausgelagert werden mussten.
Der Tag mit der stärksten Frequentierung war der 15. Januar, als während der Pressekonferenz offiziell die ersten Bilder vorgestellt wurden. In dieser Zeit kamen alleine 919000 Besucher auf die Seiten der ESA.
Zu Spitzenzeiten hatten die Seiten einen Durchsatz von beachtlichen 300 Mbit/s bei 3000 Hits/s – aber die Hauptseite nie eine Response Zeit unter 1,4 Sekunden. Wow.
Die ESA wird irgendwie immer mehr zum professionellen sympathischen kleinen Bruder der NASA.
Als letzter Atemzug sozusagen bestätigt jetzt Hubble eine Beobachtung des VLTs. Es findet aller Wahrscheinlichkeit nach einen Exoplaneten im Sternbild Hydra, da die aufgezeichnete Temperatur von auf-jeden-Fall-unter-1000-°C für einen Stern schon zu kalt wäre.
Kein anderes, momentan verfügbares Teleskop hätte die Beobachtung in eben dieser Wellenlänge ermöglicht.
Ob das aber die NASA dazu bringen kann, Hubble doch noch in ihren Haushaltsplan einzufügen, ist wohl unwahrscheinlich.
Wee shall be as a city upon the hill:
Im Oktober letzten Jahres waren 169 Fox-Sender zu je 7000 Dollar Strafe verdonnert worden, weil sie eine Episode von der Serie “Married By America” nicht zensiert hatten. In der Folge sah man Männer, die Sahne vom Körper einer Stripperin lecken.
In Amerika ist alles böse. Das Land was seinerseits ziemlich brutale Actionfilme am laufenden Band filmt, verbietet sie gleichzeitig für’s Fernsehen. Selbst ein Antikriegsmonument wie “Saving Private Ryan” wird wegen zu großer Brutalität gestrichen.
Wie war das noch gleich: Wenn man etwas verbietet, gewinnt es an Attraktivität?
So langsam habe ich das Gefühl, es wird Zeit auch in Deutschland den legendären Keine-Katze-in-diese-Mikrowelle-Hinweis in Handbücher sämtlicher elektronischer Geräte einzubauen.
Oliver Pocher hat am Samstag bei “Wetten Dass” einen seiner spitzen Kommentare über eine andere Person gemacht. Und die hat ihn dann auf Schmerzensgeld verklagt. So ging das durch die Presse.
Seine Mandantin, die in einer Kleinstadt lebe, werde seit dem Vorfall dauernd auf der Straße angesprochen, sagte Bredemeier. In Internetforen werde die Frau lächerlich gemacht, allerorten werde über sie hergezogen.
Daran, dass Pocher sie als altaussehend bezeichnet hat, lag das bestimmt nicht.
Wer aus einer Mücke einen Albatros macht und noch dazu nicht mückisch versteht, ist selber Schuld wenn er abstürzt.
Und 35.000€ Schmerzensgeld? Ja, hallo? Was soll das denn? Wie kann so jemand im Ernst für einen Spruch, der zweifellos Satire war, derart viel Geld als Entschädigung einklagen? Für nachhaltige Schäden am Körper, die durchaus tatsächlich behindernd sein können, ist der gesetzliche Regelbetrag meines wissens nicht mal ein Zehntel so hoch.
Wo sind wir hingekommen, dass Spass nichtmehr Spass bleibt…
Der europäische Mondkundschafter SMART-1, ihr erinnert euch, das Fliegedingsbums mit dem Ionenantrieb, hat erste Fotos gemacht.
Bereits am 15. November flog die Sonde in den äußeren Mondorbit und nähert sich seitdem unweigerlich dem Mond an. Zwischendurch wurde unplanmäßig nochmal der Antrieb gestartet, da man Turbulenzen auf der Mondbahn fürchtete. Seit dem 12. Januar steht aber jetzt, planmäßig, der Antrieb still, so dass erste Vorfotos gemacht werden können, bis am 9. Februar wieder ‘gezündet’ wird und SMART-1 in eine Nähere Umlaufbahn geschickt wird. Von der momentanen Entfernung von 1000 – 5000 Kilometer von der Oberfläche wird sich die Sonde dann bis auf 300 – 3000 Kilometer nähern, so dass wesentlich höher auflösende Bilder gemacht werden können.
Wissenschaftler benutzen die groben Bilder neben ersten Funktionstests auch dazu, um eine Karte vom Mond zu erstellen, die sie dann später mit den detaillierteren Shots auffüllen können.
Die erste Bildzusammenstellung bildet Einschlagkrater auf dem Mond ab.

