Hätten wir das doch einmal vorher gewusst!
Welcher unendlichen Gefahr wären wir ausgesetzt gewesen, hätten wir die Mondfinsternis einfach so betrachtet. Ein Glück wissen wir jetzt bescheid für das nächste Mal. Zumindest wenn wir das hier, oder aber noch viel wichtiger das hier aus sci.astro.amateur gelesen haben.
Also merke: Mondfinsternis angucken ist nicht so ungefährlich wie mancher vermutet!
Archive for Oktober, 2004
Als heute Nacht um 3:15 mein Wecker klingelte, ich erst völlig verdutzt und dann voller Freude aufstand, um einen Blick nach draußen zu werfen, stimmte mich das was ich sah traurig. Bin ich doch tatsächlich für einen wolkenverhangenen Himmel aus dem es gerade wie aus Eimern schüttete aufgestanden. Naja, nicht so schlimm. In drei Jahren ist es ja wieder so weit
.
Ging es euch genauso, könnt ihr aber trotzdem einen kleinen Blick werfen. Immerhin gab es eine Reihe von Webcast-Stationen die gleichzeitig auch ein paar Bilder veröffentlicht haben.
Nachtrag: Auch Spiegel Online hat mittlerweile einen Bericht zur Mondfinsternis diese Nacht online, auch mit Fotos.
Nachtrag 2: Im heutigen (29.10.) APoD gibts eine schöne Bilderfolge vom roten Mond, angucken!
Hier im Krankenhaus erlebe ich immer wieder, wie Leute zu dumm sind eine einfache Textverarbeitung oder ein Terminplanungsprogramm zu bedienen und dann ihren Frust an dem PC auslassen. “Ach mist!”, “Drecksding!”, “Der Scheiß funktioniert wieder nicht, maan!”. All sowas. Denken die Leute wirklich, ihr PC könnte sie hören? Oder gar verstehen?
Wenn man Frust abbauen will, sollte man das doch nicht machen, während eine Schlange von acht Patienten gerade vor der Theke steht und auf den Brüllenden wartet. Das wirkt irgendwie lächerlich. Ein elektronisches Gerät anschnauzen. Der Arme.
Ja! Naja, ok fast. Düren ist zwar nicht ganz Aachen, aber hier in Eschweiler bin ich dem dann doch schon etwas näher.
Und was bringt Aachen so hervor? Findige Parkscheinautomatenleererunddasgeldeinkassierer. Coole Typen. Einfach mal so ein paar Tonnen Kleingeld aus den Automaten geklaut.
Da frag ich mich aber, wie wird man den Scheiß los? “Guten Tag Herr Schmitzbackes. Ist wieder Monatsende, ja? Wo steht denn ihr Van mit dem Kleingeld zum Einzahlen?”
Was lernen wir daraus? Wer Kleingeld aus Automaten raus klaut, häufig bei der Bank vorbeischaut!
Haben Sonnenflecken jetzt etwas mit unserem Klima zu tun oder nicht? Zur Erinnerung: Sonnenflecken sind diese kleinen dunklen Dinger die man sieht wenn man natürlich nur mit geeigneter (Schutz-) Ausrüstung in die Sonne guckt, die, die Galileo Galilei schon entdeckte.
Nicht zuletzt um dieser Klimafrage auf den Grund zu gehen, haben zwei Forscher des Max Planck Institutes für Astronomie die Sonnenfleckenrate unserer Sonne untersucht. Nicht nur anhan der Beobachtungsdaten, die seit ca. 350 Jahren vorhanden sind, sie haben sich einer neuen Methoden bedient: Mehr Sonnenflecken beeinflussen die Bildung von C-14 in unserer Atmosphäre negativ. Dieses, bei mehr Sonnenflecken geringere vorkommende C-14 wird dann von Bäumen und sonstigen Lebewesen aufgenommen. Und nicht erst seit dem Ötzi wissen wir, dass man diesen Wert messen kann.
So haben die beiden Forscher Material von bis zu 11.000 Jahren Alter untersucht und festgestellt, dass wir uns in einer extremen Sonnenfleckenaktivitätsperiode, wie sie das letzte Mal vor 8000 Jahre stattfand befinden.
Zu Beginn der direkten Messungen der Sonnenflecken gab es um 1700 fast keine Beobachtung von selbigen – gleichzeitig eine “Kleine Eiszeit” genannte Kälteperiode.
Jetzt ist es extrem Warm und wir haben ein Sonnenfleckenhoch.
Also doch ein Zusammenhang? Forscher sind sich noch immer unsicher:
Solanki stresses that without fully understanding the chain of cause and effect, we cannot be sure exactly how the changing Sun impacts on our climate. nature.com/news/
Es bedarf also noch einiger Untersuchung.
Aber die Unklarheit ist auch gut so. Denn gäb es einen Zusammenhang könnten wir wieder ruhigen Gewissens Kühlschränke kaufen…
Wie schon berichtet, flog gestern die NASA/ESA-Sonde ‘Cassini’ sie nah wie kein Objekt unserer Erde zuvor am einzigen Mond unseres Sonnensystems mit Atmosphäre, Titan vorbei. Mit nur 1200 km Abstand wurde über 800 Bilder davon aufgenommen und mit einer Verzögerung von über einer Stunde zur Erde gefunkt. Die Bilder müssen erst noch ausgewertet werden, erste nachbearbeitete Bilder wurden aber schon veröffentlicht. Leider ist (noch) nicht das feststellbar, wofür der Flug gedacht war: Man wollte das Relief der Oberfläche feststellen, so dass die ESA-Sonde ‘Huygens’ auf ihre Landung vorbereitet werden kann.
Das war nicht der letzte Vorbeiflug von ‘Cassini’, bevor ‘Huygens’ abgeworden wird, er wird die noch einige Male sehr nah an Titan heran kommen – vorher allerdings noch anderen Saturnmonden einen Besuch abstatten.
Bilder gibt es beim “Cassini Imaging Diary“, aber auch im heutigen APoD, das die Atmosphäre mit seinem dunstigen Schleier zeigt.
Ich freu mich schon, wenn es fertig aufbereitete und interpretierte Bilder gibt.
Zeppelin. Was fällt dem leicht luftfahrtinteressierten Bürger da spontanerweise ein? Richtig: Eine riesige Halle (die Größte, Freitragende der Welt…) voller enttäuschter Aktionäre als der Chef des Unternehmens gerade den Bankrott verkündete.
Um wen es geht? Wieder richtig: Cargo Lifter! Da sollte mit Hilfe von modernisierten Luftschiffen Lasten überall in der Welt gehoben, transportiert und schließlich wieder gesenkt werden. Kostengünstig natürlich. Aber? Nada. Technik funktionierte nicht richtig und das Entscheidende, Aufträge und Investoren blieben aus.
Aber der Hype um Luftschiffe geht weiter. Vielleicht bilden sie ja bald neue Hochgeschwindigkeitstransportmittel, TransRapid-ähnlich. Immerhin ist ein Findiger Milliadär ganze, Achtung, festhalten, 111 km/h damit durch die Luft gefahren.
Jetzt sag nochmal einer, der Zeppelin hätte keine Zukunft! Wenn nicht als Lastentransporter, dann doch für den nächsten Junggesellenclub auf dem Weg nach Malle.
Das stimmt. Werde dazu zwar regelmäßig von Leuten in meiner Umgebung ausgelacht oder zumindest mit ungläubigen Blicken bestraft wenn ich es denn wiedermal sage, aber das macht nichts: Ich mag sie nicht. Eigentlich. Geht es aber um so lustige Umfragen wie jetzt in England, da ist man doch froh dass es die Simpsons gibt.
Ohne sie, wüssten wir nicht, wie die Engländer die Amerikaner sehen: Sie wünschen sich aus einer Umfrage heraus als Staatsoberhaupt für ihr Mitvolk überm Teich einen dicken, faulen, dummen, tollpatschigen und, ja, gelben Mann aus einer Nuklearfabrik. Irgendwie spricht das Bände.
Aber ernst geht die Welt zugrunde, von daher…

